Externsteine – ein Ort, der mehr ist als nur Fels
Die Externsteine gehören zu diesen Orten, die man nicht wirklich erklären kann – man muss dort gewesen sein. 2024 standen wir plötzlich vor diesen gewaltigen Sandsteinfelsen mitten im Wald bei Horn-Bad Meinberg. Sechs riesige Felstürme ragen hier fast unwirklich aus der Landschaft, als hätte jemand sie absichtlich genau an diesen Platz gestellt.
Schon von Weitem wirken sie beeindruckend. Aber je näher man kommt, desto stärker wird dieses Gefühl, an einem ganz besonderen Ort zu sein. Die Felsen wirken alt, still und voller Geschichte – auch wenn man sie nicht genau benennen kann.
Die Externsteine sind ein Naturdenkmal, entstanden vor über 70 Millionen Jahren, als hier noch ein Meer war und sich die Sandsteinschichten langsam auftürmten. Später wurden sie von Menschen genutzt und verändert: Es gibt in den Felsen kleine Kammern, Treppen, Reliefs und Spuren aus dem Mittelalter. Über Jahrhunderte hinweg galten die Externsteine als Kult-, Zufluchts- und Andachtsort.
Besonders bekannt ist das Relief der Kreuzabnahme an einem der Felsen – ein kunstvoll in den Stein gehauenes Bild aus dem 12. Jahrhundert, das zeigt, wie Christus vom Kreuz genommen wird. Allein dieser Ort strahlt schon eine besondere, fast ehrfürchtige Ruhe aus.
Wir sind langsam über die Wege rund um die Felsen gegangen, haben geschaut, fotografiert und immer wieder innegehalten. Das Spiel aus Licht, Stein, Wasser und Wald ist hier unglaublich intensiv. Je nach Blickwinkel wirken die Externsteine mal monumental, mal fast zart – ein Traum für Fotografen und ein Ort, der einen automatisch langsamer werden lässt.
Für uns waren die Externsteine einer dieser Momente, in denen Natur und Geschichte auf eine ganz besondere Weise verschmelzen. Ein Ort, der nicht laut ist, aber lange nachklingt.