Viel Luft.
Und endlich Pinien.
Eigentlich wollen wir nach Les Pastourelles in Claouey. Aber die Rezeption macht Mittagspause, der Platz wirkt voll und liegt am Bassin statt am offenen Atlantik. Also schauen wir uns weiter um.
Auf Le Truc Vert stehen wir zwischen hohen Pinien. Direkt um uns herum sind die Plätze leer. Obwohl der Campingplatz gut besucht ist, fühlen wir uns hier beinahe allein im Wald. Genau diese Mischung gefällt uns: ein richtiger Campingplatz, aber mit viel Luft rund um Henry. Die Stellplätze sind optisch nicht voneinander abgegrenzt. So haben wir eher das Gefühl, frei im Pinienwald zu stehen. Wir sind nach der Hauptsaison hier; im Sommer kann es sicher deutlich voller werden.
Viele Plätze sind uneben und haben Gefälle. Mit Henry ist das für uns kein Problem. Wer mit einem Wohnwagen oder einem längeren Fahrzeug kommt, sollte möglichst vorbuchen und ausdrücklich nach einem geraden Stellplatz fragen. An manchen Plätzen gibt es Strom. Wasser- und Abwasseranschlüsse direkt am Stellplatz gibt es nicht.
Vanlife-Stimmung. Und alles für den Alltag.
Viele Surfer mit Vans und Bullis stehen hier und genießen die hohen Wellen des Atlantiks. Aber auch ältere Reisende und Familien mit Kindern sind auf dem Platz. Insgesamt fühlt es sich für uns eher nach Vanlife an. Eine Surfschule gibt es ebenfalls.
Vorne am Hauptgebäude finden wir einen kleinen Supermarkt mit allem Wichtigen und täglich frischem Gebäck. Dazu eine gemütliche Bar mit Außengastronomie. Das Restaurant ist während unseres Aufenthalts allerdings geschlossen. An der Rezeption spricht man mit uns Deutsch – darüber freuen wir uns sehr.
Auch unterwegs gibt es Alltag: Am Montag arbeiten wir und kümmern uns um die Wäsche. Große Waschmaschinen und Trockner sowie Ver- und Entsorgungsstationen sind vorhanden.
Waschhäuser, die uns überzeugen.
Die Waschhäuser sind top und in einem sehr guten Zustand. Bei unserem Aufenthalt werden sie mindestens zweimal täglich gereinigt. Hier fühlen wir uns wohl.
Über die Dünen zum Atlantik.
Zum Strand überqueren wir zunächst die Landstraße. Dann geht es noch etwa 200 Meter durch den Pinienwald und über die Dünen zum Atlantik. Dort gibt es zwei Strandbuden; der Strandabschnitt wird bei unserem Besuch von Rettungsschwimmern bewacht.
Morgens und abends gehen wir mit Kalle am Strand spazieren. Das ist während unseres Aufenthalts problemlos möglich, dann sind dort hauptsächlich Surfer unterwegs. Allerdings sind Hunde an diesem Strand offiziell nicht erlaubt. Unsere Erfahrung ist deshalb keine allgemeine Erlaubnis – die aktuelle Regelung solltet ihr vor Ort beachten.
Locker, naturnah.
Für uns genau richtig.
Für uns insgesamt ein toller Platz, auf dem wir uns sehr wohl fühlen. Die Pinien, die offene Anordnung der Stellplätze und die Nähe zum Atlantik gefallen uns besonders. Einen halben Stern ziehen wir für die vielen unebenen Plätze ab – auch wenn uns das mit Henry nichts ausmacht.
