Zum ersten Mal auf der Abenteuer & Allrad
Die Abenteuer & Allrad in Bad Kissingen stand schon länger auf unserer Liste. 2026 waren wir mit Henry zum ersten Mal dabei. Wir wollten über das Gelände schlendern, Leute treffen und vor allem schauen, was uns für unseren eigenen Ausbau interessiert.
Dieser Bericht ist deshalb unser persönlicher Rundgang durch Messe und Camp. Die riesigen Expeditionsfahrzeuge fanden wir beeindruckend. Hängen geblieben sind bei uns aber oft die kleineren, durchdachten Lösungen – und die Gespräche dazwischen.
CampArea 5: gut angekommen, schnell mittendrin
Schon die Anreise fanden wir angenehm organisiert. Die Beschilderung führte zu den Campingflächen, und vor Ort wurde uns freundlich weitergeholfen. Für uns als Erstbesucher nahm das viel Unsicherheit aus dem Ankommen.
Wir standen auf CampArea 5 und waren damit sehr zufrieden. Über die Brücke waren wir in ungefähr zehn Minuten zu Fuß bei CampArea 1, wo es Essen, Getränke und abends Livemusik gab. Duschen, Toiletten und der morgendliche Bäcker machten den Aufenthalt auf der Wiese für uns unkompliziert.
Die Sanitärbereiche erlebten wir als erstaunlich sauber. Das lag für uns auch am Umgang miteinander: Man achtete auf die anderen und ließ die Einrichtungen ordentlich zurück. Trotzdem bleibt eine CampArea eine Veranstaltungswiese und ist kein voll ausgestatteter Campingplatz.
Ganz so ruhig, wie wir anfangs gehofft hatten, war die erste Nacht nicht. Musik war noch zu hören, irgendwo sprang eine Autoalarmanlage an und zeitweise lief ein Generator. Später wurde es ruhiger. Wir mochten den Platz sehr, würden ihn aber nicht als garantiert stille Übernachtung empfehlen.
Ein Messeplan hilft – und bequemes Schuhwerk auch
Am Freitag ging es mit dem Shuttle zur Messe. Schon kurz nach dem Eingang sahen wir die ersten Dinge, die wir gern an Henry geschraubt hätten: Halterungen, Bergeboards, Stauraumlösungen und Zubehör in allen Größen.
Wir schauten uns bewusst nicht jeden großen Truck an. Für uns ging es um die Frage, was im kleinen Camper wirklich nützlich wäre. Dachzelte, ausziehbare Duschzelte und Stauboxen ließen sich direkt ansehen oder mit den Anbietern besprechen. Ein gewünschtes Duschzelt von Campwerk war allerdings gerade nicht ausgestellt – auch das gehört zu einem Messebesuch.
Die Orientierung auf dem großen Gelände fiel mir zwischendurch schwerer als gedacht. Eine App war vorhanden, aber mit dem Empfang und der Standortanzeige klappte es bei uns nicht zuverlässig. Einen Überblick über die gewünschten Stände würde ich mir beim nächsten Besuch vorher zurechtlegen.
Ideen für Henry: Stauraum, Möbel und Schutz
Bei Vickywood interessierten uns Boxen für den noch freien Bereich vor dem Dachzelt. Auch Möbel zum Zusammenstecken und die verschiedenen leichten Plattenmaterialien fanden wir spannend. Wir bauen Henry selbst aus und schauen trotzdem gern, wie andere ähnliche Probleme lösen.
Bei Seikel und Terranger blieben wir ebenfalls länger stehen. Unterbodenschutz, Fahrwerk und die passenden Teile für unsere Fahrzeugbaureihe sind natürlich verlockend. Gleichzeitig wurde mir wieder klar, dass jedes zusätzliche Teil auch Gewicht mitbringt. Was am Stand gut aussieht, muss später noch zur Zuladung und zum ganzen Fahrzeug passen.
Die verstärkten Heckklappenfedern von Terranger hatten wir damals schon verbaut. Dass eine Klappe damit aufgeht, ist aber nicht automatisch ein Nachweis dafür, dass jede Kombination aus Federn, Träger und Beladung passt. Unsere Überlegungen und Erfahrungen findet ihr im Beitrag zu den Gasdruckfedern.
Elektrik und eine Begegnung mit Camper Jarvis
Auch bei tigerexped schauten wir vorbei. Die TEXU200 kannten wir schon aus unserem Ausbau, und am Stand gab es noch einiges zu entdecken. Ich mag solche aufgeräumten Lösungen, auch wenn wir natürlich nicht alles kaufen, was uns gefällt.
Besonders hängen geblieben ist das Gespräch mit Rico von Camper Jarvis. Ich durfte den SmartKnob selbst bedienen: drehen, drücken und durch die Funktionen gehen. Die Idee, mehrere Camperfunktionen an einer Stelle zu bedienen, sprach mich sofort an.
Aus dieser Begegnung ist unser eigener Beitrag über Camper Jarvis und den SmartKnob geworden. Meine Begeisterung im Messevideo ist ein erster Eindruck, kein umfassender Vergleichstest mit anderen Systemen.
Die CampArea ist schon eine Ausstellung für sich
Ein Teil der Veranstaltung spielte sich für uns abseits der Messestände ab. Auf den Campingflächen standen die unterschiedlichsten Fahrzeuge und selbst gebauten Lösungen. Beim Spazierengehen kam man schnell ins Gespräch. Wir trafen sogar jemanden, der noch gar nicht auf der Messe gewesen war, weil ihm die Camps schon genug zu entdecken boten.
Ein Nachbar half uns außerdem ganz praktisch: Unsere Markise stand bei Regen zu flach, während wir unterwegs waren. Bevor sich zu viel Wasser sammeln konnte, stellte er eine Stütze tiefer. Dafür waren wir wirklich dankbar. Für mich war es zugleich die Erinnerung, beim Aufstellen und vor dem Weggehen genauer auf Wetter und Wasserablauf zu achten.
Unser Fazit: müde Füße und viele gute Ideen
Ein voller Messetag hat uns beim ersten Mal gereicht. Danach waren wir ziemlich platt, aber auch sehr zufrieden. Die freundliche Organisation, die Begegnungen im Camp und die vielen kleinen Entdeckungen haben für uns das Wochenende ausgemacht.
Henry wird durch eine Allradversion natürlich noch nicht zu einem Expeditionsfahrzeug für jedes Gelände. Wir brauchen ihn vor allem zum Reisen und als alltagstauglichen Camper. Gerade mit diesem Blick fanden wir auf der Abenteuer & Allrad viele Anregungen – und hatten auch dann Spaß, wenn ein Fahrzeug weit außerhalb unseres Budgets lag.
Die Erlebnisse hier stammen von unserem Besuch 2026. Die aktuellen Termine und Hinweise für eine neue Anreise stehen im Planungsbereich unter dem Bericht.
