Bohinjer See (Bohinjsko jezero) – Sloweniens stille Schönheit
Der Bohinjer See war für uns einer dieser Orte, die man nicht mehr vergisst, sobald man einmal dort war. Eingebettet in die Julischen Alpen liegt dieser große, klare Bergsee mitten im Triglav-Nationalpark – fernab von Trubel, Lärm und Massentourismus. Genau das macht ihn so besonders.
Schon bei der Ankunft waren wir beeindruckt von der Weite und Ruhe. Das Wasser schimmert je nach Licht tiefblau oder smaragdgrün, darüber ragen steile Bergflanken und bewaldete Hänge in den Himmel. Hier wirkt alles ein bisschen ursprünglicher und ehrlicher als an vielen anderen Alpenseen.
Der See ist mit rund 4 Kilometern Länge der größte natürliche See Sloweniens und wird vom kristallklaren Wasser der Sava Bohinjka gespeist. Trotz seiner Größe wirkt er nie überlaufen – selbst in der Hauptsaison findet man ruhige Uferplätze, kleine Wiesen oder Holzstege, an denen man einfach sitzen und den Blick schweifen lassen kann.
Wir haben hier genau das gemacht, was dieser Ort einfordert: langsamer werden. Spazieren am Ufer, die Berge spiegeln sehen, die Stille genießen. Wer möchte, kann im Sommer sogar im See baden, Kajak fahren oder mit dem SUP übers Wasser gleiten – alles ganz ohne Motorboote, was die Ruhe noch verstärkt.
Ein schöner Kontrast ist das kleine Dorf Ribčev Laz mit seiner berühmten Steinbrücke und der Kirche direkt am Wasser. Von hier hat man einen der klassischsten Ausblicke auf den See und die umliegenden Gipfel.
Für uns war der Bohinjer See einer dieser Plätze, an denen man nicht viel „tun“ muss, um glücklich zu sein. Natur, Wasser, Berge – mehr braucht es manchmal einfach nicht.