Unser Ausweichplatz an der vollen Küste
Nach drei Nächten auf Le Truc Vert ging es für uns weiter ins Baskenland. Saint-Jean-de-Luz hatten uns die netten MORELO-Reisenden vom Weingut bei Saint-Émilion empfohlen. Doch die Küste war auch Mitte September noch ausgesprochen voll. Unser Wunschplatz, der Camping municipal Chibau Berria auf der Klippe, war ausgebucht. Man schickte uns weiter zum Camping Plage Soubelet im Quartier Acotz.
An der Rezeption von Soubelet empfing man uns sehr freundlich. Viel Auswahl gab es allerdings auch hier nicht mehr: Ganz hinten auf dem Platz fand sich noch eine kleine Lücke für Henry. Nach der Suche waren wir zunächst einmal froh, für die Nacht untergekommen zu sein.

Für uns zu wenig Platz rund um Henry
Soubelet ist einer von mehreren Campingplätzen in diesem kleinen Küstenviertel. Bei unserer Ankunft war er trotz Nebensaison praktisch bis auf den letzten Platz belegt. Entsprechend eng haben wir den Aufenthalt empfunden. Der Eindruck bezieht sich auf unseren Stellplatz und diesen gut besuchten Septemberabend – wie es bei weniger Belegung aussieht, können wir nicht beurteilen.
Ein großes Waschhaus mit warmen Duschen
Es gibt ein großes zentrales Waschhaus mit offen angeordneten Duschen und Toiletten. Das warme Wasser beim Duschen war kostenlos. Für unsere Übernachtung war damit das Nötige vorhanden. Zur Sauberkeit oder zu Wartezeiten möchten wir darüber hinaus nichts behaupten, was wir aus diesem kurzen Aufenthalt nicht sicher beurteilen können.
Mobilfunk fast nur am Waschhaus
Ein wirkliches Problem war für uns der Internetempfang. Auf dem Stellplatz hatten wir praktisch keinen Mobilfunkempfang. Lediglich in der Nähe des Duschhauses bekamen wir überhaupt eine Verbindung; teilweise war der Empfang am Strand besser. Gerade weil wir auch unterwegs arbeiten, ist das für uns ein deutlicher Nachteil.
Der Betreiber führt einen WLAN-Raum auf. Das ist jedoch etwas anderes als der Mobilfunkempfang, den wir selbst erlebt haben. Wer auf eine stabile Verbindung angewiesen ist, sollte vorab nach der konkreten Versorgung am vorgesehenen Stellplatz fragen.
Der Strand war nah – das Metalltor leider auch
Zur Plage de Mayarco führt ein kleiner Weg am Campingplatz entlang. Das ist praktisch, und am Abend hatten wir es nicht weit bis zum Atlantik. Ungünstig war nur die Lage unseres Stellplatzes: Direkt hinter einer Hecke befand sich das Metalltor zum Weg. Jedes Mal, wenn jemand es schloss, konnten wir das hören.

Am Strand wurde der Abend dann doch noch schön. Ein paar Surfer nutzten die letzten Wellen, und wir aßen in der Bibam Bar mit Blick auf den Atlantik. Das war ein versöhnlicher Abschluss nach der Stellplatzsuche. Am nächsten Morgen zog es uns trotzdem weiter: Statt der vollen Küste zu folgen, wollten wir ins baskische Landesinnere fahren.
Zum Übernachten okay.
Für uns kein Lieblingsplatz.
Der freundliche Empfang, die Nähe zum Strand und die warmen Duschen waren für uns die Pluspunkte. Auf dem bis auf den letzten Platz belegten Campingplatz fehlte uns jedoch Luft rund um Henry. Dazu kamen der schlechte Mobilfunkempfang und das immer wieder hörbare Metalltor hinter unserer Hecke. Für eine Nacht war Soubelet in Ordnung. Zum längeren Bleiben hat es uns hier nicht gezogen.
