Mit Skepsis angekommen – angenehm überrascht
Unser Aufenthalt im Marina di Venezia Camping Village war eine besondere Erfahrung – und das, obwohl wir anfangs eher skeptisch waren.
Bekannt als einer der größten Campingplätze Europas und von RTL 2 dokumentiert, klang das zunächst nicht nach dem typischen Ziel für uns, da wir kleine, naturnahe und persönliche Plätze bevorzugen. Doch die Idee, zwei Wochen auf der Spitze der Lagune vor Venedig die Füße hochzulegen, klang verlockend genug, um es auszuprobieren.
Organisation, Sauberkeit und Ausstattung
Was uns überraschte, war die beeindruckende Organisation auf dem Platz. Vom Check-in bis zur täglichen Platzpflege lief alles reibungslos. Besonders herausstechend war die Sauberkeit – egal, ob auf den Wegen, in den Sanitäranlagen oder den verschiedenen Restaurants und Cafés.
Apropos Essen: Das Angebot war vielfältig! Mehrere Restaurants, Cafés und Eisdielen sorgten dafür, dass wir immer eine kulinarische Abwechslung hatten, wenn wir mal nicht selbst kochen wollten. Die Freizeitmöglichkeiten auf dem Platz ließen ebenfalls kaum Wünsche offen – von sportlichen Aktivitäten bis zu entspannten Stunden am Strand oder Pool.

Unser Stellplatz im Bereich für Gäste mit Hund
Marina di Venezia ist wirklich riesig. Trotzdem gibt es ruhigere Bereiche, besonders am Rand des Campingareals, wo auch die Stellplätze für Gäste mit Hund liegen.

Wir standen auf diesem sogenannten „Hundeplatz“, am Rand des Campingareals. Dieser Bereich war ideal für uns und unsere Vierbeiner. Es gab eine riesige Auslaufzone für die Hunde und direkten Zugang zum Hundestrand. Da wir uns am Rande des Platzes befanden, war es ruhig, und wir bekamen vom Trubel an der „Hauptstraße“ und der Bühne kaum etwas mit.

Venedig und Ausflüge von der Landzunge
Für einen Ausflug nach Venedig bietet sich der Wasserbus ab Punta Sabbioni an. Der Anleger liegt etwa zwei Kilometer vom Campingplatz entfernt. So lässt sich die Lagunenstadt ohne Auto erreichen – und schon die Fahrt über das Wasser gehört zum Erlebnis. Die aktuellen Verbindungen und Fahrzeiten solltet ihr vor eurem Ausflug prüfen.
Die Lage auf der Landzunge hat allerdings auch einen Nachteil: Wer mit dem Auto Ausflüge aufs Festland unternehmen möchte, muss zunächst die Halbinsel zurückfahren. Für Venedig ist der Wasserweg deshalb besonders praktisch; für Touren mit dem Auto solltet ihr die zusätzlichen Wege einplanen.
Weitere Eindrücke vom Platz






Unser Fazit zu Marina di Venezia
Die RTL2-Reportagen hatten bei uns zunächst großes Misstrauen geweckt. Ein riesiger Ferienplatz ist eigentlich nicht das, was wir suchen. In der sommerlichen Hauptsaison würden wir hier mit viel Betrieb und einem lebhaften Familienurlaub mit Kindern und Jugendlichen rechnen. Wir waren jedoch in der Nebensaison da – und mehr als angenehm überrascht. Unser Stellplatz war toll, die Mitarbeiter waren durchweg sehr freundlich und dem Platz fehlte es für uns im Grunde an nichts. Dazu kam ein für diese Ausstattung erstaunlich günstiger Preis in der Nebensaison. Der einzige Wermutstropfen ist die Lage weit draußen auf der Landzunge: Für Ausflüge mit dem Auto muss man erst zurück Richtung Festland fahren. Auch wenn Marina di Venezia grundsätzlich nicht unserem bevorzugten Campingstil entspricht, hat uns der Aufenthalt überzeugt. Dafür vergeben wir fünf Sterne.
