Château de Chambord – auch von außen ein absolutes Erlebnis
Das Château de Chambord lag quasi direkt neben unserem Campingplatz Huttopia Les Châteaux – näher dran kann man einem der berühmtesten Schlösser Frankreichs kaum sein. Natürlich stand ein Besuch ganz oben auf unserer Liste. Auch wenn wir es wegen Kalle leider nicht von innen besichtigen konnten (Hunde sind im Schloss nicht erlaubt), war schnell klar: Allein schon der Blick von außen ist jede Minute wert.
Die riesigen Parkplätze rund um das Schloss haben uns deutlich gemacht, wie viel hier in der Hauptsaison los sein muss. Schon ihre Größe lässt ahnen, dass hier im Sommer und in den Ferien regelrecht Massen an Besuchern ankommen. Wir waren deshalb froh, Chambord in einer ruhigeren Zeit erlebt zu haben – so konnten wir das Schloss ganz entspannt auf uns wirken lassen.
Schon beim Näherkommen wirkt Chambord fast unwirklich. Dieses riesige Schloss mit seinen unzähligen Türmen, Dachlaternen und Kaminen sieht weniger aus wie ein Wohngebäude – eher wie eine Fantasie aus Stein. Erbaut wurde es im 16. Jahrhundert für König Franz I., der hier ein Jagdschloss schaffen wollte, das Macht, Reichtum und Stil vereint. Und genau das strahlt es bis heute aus.
Wir sind um das Schloss herumgelaufen, haben immer wieder angehalten, geschaut, fotografiert. Die symmetrischen Fassaden, die spiegelnden Wassergräben, die gewaltigen Proportionen – es gibt hier an jeder Ecke neue Motive. Besonders beeindruckend ist der Dachaufbau mit seinen vielen Türmchen und der zentralen Laterne, die fast wie eine eigene kleine Stadt über dem Schloss thront.
Was uns besonders fasziniert hat, ist auch die Dimension des gesamten Geländes. Das Schloss liegt inmitten eines riesigen, umzäunten Jagdparks, der mit über 5.400 Hektar fast so groß ist wie Paris. Selbst heute wirkt alles weit, ruhig und ein bisschen wild – man kann sich gut vorstellen, wie hier früher Könige und ihr Gefolge auf Jagd gingen.
Natürlich hätten wir gerne auch die berühmte doppelläufige Wendeltreppe und die prunkvollen Innenräume gesehen. Aber selbst ohne das Innere hat Chambord uns tief beeindruckt. Dieses Schloss muss man nicht betreten, um seine Größe zu spüren – es reicht, davorzustehen, den Blick schweifen zu lassen und einfach zu staunen.