Château de Chenonceau
Das Schloss durfte auf unserer Reise entlang der Loire natürlich nicht fehlen.
Chenonceau gehört zu diesen Orten, die man schon lange im Kopf hat – und bei denen man hofft, dass sie in echt genauso wirken wie auf Fotos. Spoiler: Es war sogar noch schöner.
Schon der Weg dorthin stimmt einen ein. Durch Alleen, vorbei an Wiesen und alten Bäumen, bis plötzlich dieses elegante Schloss vor einem liegt – und sich über den Fluss Cher spannt, als würde es auf dem Wasser schweben.
Schloss außen
Als wir vor Chenonceau standen, waren wir erst einmal still. Dieses Schloss ist nicht wuchtig oder einschüchternd – es ist leicht, elegant und perfekt in die Landschaft eingebettet. Die Bögen über dem Fluss, die Spiegelungen im Wasser, die langen Fassaden – alles wirkt unglaublich harmonisch.
Wir sind mehrmals um das Schloss herumgelaufen, haben geschaut, fotografiert und immer wieder neue Perspektiven entdeckt. Je nach Blickwinkel wirkt Chenonceau mal fast zart, mal sehr majestätisch.
Schloss innen
Drinnen setzt sich dieses Gefühl fort – nur auf eine ganz andere Weise. Die Räume wirken edler als protzig, stilvoll statt überwältigend. Man merkt, dass hier vor allem starke Frauen ihre Spuren hinterlassen haben: Diane de Poitiers und Katharina von Medici haben Chenonceau geprägt, und ihre Geschichten sind in vielen Räumen spürbar.
Besonders beeindruckt hat uns die lange Galerie über dem Fluss. Durch die Fenster fällt das Licht auf den Boden, draußen fließt der Cher vorbei – ein Ort, an dem man sich gut vorstellen kann, wie hier einst Feste gefeiert oder Spaziergänge gemacht wurden.
Gärten
Die Gärten waren für uns fast genauso schön wie das Schloss selbst.
Der Garten von Diane de Poitiers wirkt streng und elegant – mit klaren Linien, perfekten Beeten und starken Farben. Von hier aus hat man tolle Blicke auf das Schloss, das sich über dem Fluss erhebt.
Der Garten von Katharina von Medici fühlt sich dagegen weicher und persönlicher an. Weniger formell, mehr zum Schlendern und Verweilen. Wir sind hier einfach langsam über die Wege gegangen, haben die Blumen betrachtet und die Atmosphäre genossen.
Nebengebäude im Park
Auch abseits des Schlosses lohnt es sich, Zeit zu lassen. Die Orangerie, heute ein Restaurant, lädt zu einer Pause mit Blick ins Grüne ein. In den alten Ställen bekommt man ein Gefühl dafür, wie luxuriös das Leben hier einst war.
Besonders schön fanden wir auch die Blumenwerkstätten und den Gemüsegarten, wo bis heute die Blumen für die Innenräume des Schlosses gezogen werden. Das zeigt, dass Chenonceau nicht nur ein Museum ist, sondern ein lebendiger Ort.
Chenonceau hat uns nicht mit Größe oder Prunk beeindruckt, sondern mit seiner Eleganz und Leichtigkeit. Ein Schloss, das sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern sich perfekt in Fluss, Gärten und Landschaft einfügt – und genau deshalb so lange im Gedächtnis bleibt.