Kottenborner Kapelle – ein Abend zwischen Licht und Sternen
Die Kottenborner Kapelle bei Wershofen ist für uns kein gewöhnlicher Ort. Für Andreas ist sie vor allem ein Traum-Fotomotiv – und genau deshalb sind wir an diesem Abend ganz bewusst gegen Sonnenuntergang hierhergefahren. Sabine war natürlich dabei. Wir wussten: Wenn das Licht passt, wird es etwas Besonderes.
Schon die Fahrt durch die Eifel war ein Erlebnis. Die Hügel wurden weicher, die Farben wärmer, und als wir die Kapelle erreichten, lag die Landschaft in diesem goldenen Abendlicht, das alles plötzlich ruhiger und tiefer wirken lässt. Der Sonnenuntergang war schlicht magisch – genau diese Art von Licht, die man nicht planen kann, sondern geschenkt bekommt.
Die kleine, 1882 erbaute Kapelle steht ganz still in der Landschaft, umgeben von Feldern und sanften Hügeln. Ihre helle Fassade hebt sich wunderbar vom dunkler werdenden Grün ab – schlicht, ruhig, fast zeitlos. Kein Lärm, keine Straßen, nur Wind, Weite und dieser besondere Ort.
Doch der eigentliche Grund, warum Andreas hierher wollte, kam erst mit der Dunkelheit. Die Gegend rund um Wershofen gehört zu den lichtärmsten Regionen in Rheinland-Pfalz – perfekt für Sternenfotografie. Als die Sonne verschwunden war und der Himmel langsam schwarz wurde, tauchten immer mehr Sterne auf. Über der Kapelle spannte sich ein Himmel, wie man ihn nur noch selten sieht: klar, tief und voller Lichtpunkte.
Die Kapelle wurde zum stillen Vordergrund, darüber der Sternenhimmel – genau diese Kombination aus Architektur und Kosmos, die für Fotografen einfach unwiderstehlich ist. Wenn dann sogar die Milchstraße sichtbar wird, fühlt sich dieser Ort fast unwirklich an.