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CampBoks im Test
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CampBoks: Original oder Eigenbau?

Wir vergleichen die CampBoks Pro eines Freundes mit unserem Nachbau für Henry und fragen uns: Würden wir heute noch einmal selbst bauen?

Bevor Henry bei uns ankam, hatte Andreas schon mit einer eigenen Campingbox begonnen. Im Video sehen wir uns nun das Original genauer an: die CampBoks Pro eines Freundes. Dabei wird deutlich, was das österreichische System so durchdacht macht und welche Kompromisse unser Nachbau mitbringt.

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UNSERE ERFAHRUNGEN

Ein Bus im Alltag, ein Camper am Wochenende

Ein Fahrzeug, das unter der Woche Menschen und Material transportiert und am Wochenende zum Camper wird: Genau dafür finden wir Campingboxen spannend. Man muss nicht gleich den ganzen Bus ausbauen, um darin zu schlafen, draußen zu kochen und sein Reisegepäck sinnvoll zu verstauen.

Im Video schauen wir uns die originale CampBoks Pro eines Freundes an. CampBoks schreibt sich tatsächlich mit „ks“. Hinter dem System steht ein österreichisches Unternehmen, dessen durchdachte Konstruktion uns schon lange interessiert hat. Mein Freund nutzt seinen Ford im Alltag und möchte sich diese Flexibilität erhalten.

Bei uns war das ursprünglich ähnlich geplant: eine Box, eine Powerstation, vielleicht noch ein bisschen Stauraum an der Seite. Aus diesem überschaubaren Vorhaben wurde dann doch ein größerer Ausbau. Und bevor unser Henry überhaupt da war, hatte Andreas bereits mit einer eigenen Box begonnen, die sich sehr deutlich am CampBoks-Prinzip orientiert.

Original und privater Nachbau

Links das Original, rechts der Nachbau

In diesem Bericht zeigen wir die CampBoks Pro unseres Freundes und unseren eigenen, angepassten Nachbau. Unser Eigenbau ist kein Produkt von CampBoks. Die Erfahrungen mit dem Original beziehen sich auf die im Video gezeigte ältere Ausführung; die neuen 2.0-Modelle haben wir nicht selbst getestet.

Sitzen und Schlafen: Der Umbau begeistert uns

Auf zum Schlafen bequem

Das Herzstück ist für uns die Sitz- und Bettkonstruktion. Tagsüber sitzt man im Bus, zum Schlafen wird die Liegefläche ausgezogen. Im Video geht das beim Original beeindruckend schnell. Die Holzkonstruktion ist so aufeinander abgestimmt, dass dieser Umbau ohne die zusätzlichen Schwerlastschienen auskommt, die man vielleicht an dieser Stelle erwarten würde.

Gerade weil Andreas selbst eine ähnliche Konstruktion gebaut hat, fällt der Unterschied auf. Unser Nachbau funktioniert, aber beim Umbau hakt es gelegentlich etwas. Das Original läuft im direkten Vergleich geschmeidiger. Auf dem Papier sieht so ein Prinzip einfach aus; wenn man es selbst bauen möchte, merkt man schnell, wie viel Genauigkeit dahintersteckt.

Zum Probeliegen kommt natürlich auch Kalle dazu. Unser Eindruck vom Bett ist gut. Ob Sitzhöhe, Matratze und Kopffreiheit für euch passen, solltet ihr trotzdem im eigenen Fahrzeug ausprobieren. Im Bus unseres Freundes ist die Deckenhöhe beim Sitzen für Andreas schon ein Thema. Die Box allein entscheidet eben noch nicht darüber, wie bequem der gesamte Camper wird.

Unser Lieblingsplatz ist hinter der Heckklappe

Was uns besonders gefällt, ist die Sitzgruppe nach hinten heraus. Tisch und Bänke werden ausgezogen, und aus dem Heck entsteht ein Platz zum Essen oder Zusammensitzen. Bei geöffneter Heckklappe hat man dabei ein kleines Dach über dem Kopf.

Genau diese Möglichkeit war einer der Hauptgründe, warum uns die CampBoks so angesprochen hat. Wir sitzen gern draußen und möchten dafür nicht bei jeder Pause erst die komplette Campingausrüstung aufbauen. Im Video setzt sich Andreas auf die Bank und probiert die Konstruktion aus. Das macht einen sehr soliden Eindruck.

Auch die Verarbeitung gefällt uns: Die Bauteile passen sauber zusammen, die Auszüge wirken durchdacht und die Flächen lassen sich schnell wieder einschieben. Unser Freund hat eine ältere Ausführung als Ausstellungsstück gekauft. Einzelne Details wie die Griffe können deshalb von dem abweichen, was heute angeboten wird.

Heckküche und Wasser auf engem Raum

Bei uns ist die Küche modifiziert

Bei der gezeigten Pro sitzt die Küche auf einem langen Auszug. Kocher, Kühlbox und Spülmöglichkeit sind an einem Platz zusammengefasst. Den Kocher kann man bei dieser Ausführung abnehmen und auch separat verwenden. Uns gefallen die kleinen Details, die dafür sorgen, dass alles seinen Platz hat.

Das Waschbecken lässt sich aufklappen und herausnehmen. Dazu kommt eine Wasserleitung mit Brause, die sich zum Spülen und mit passender Umgebung auch zum Duschen nutzen lässt. Die Kanister sind in einem eigenen Fach untergebracht und lassen sich zum Befüllen herausnehmen.

Beim Ausprobieren fällt allerdings auch etwas auf, das uns weniger gut gefällt: Die kleine Wasserpumpe ist deutlich hörbar. Das ist unser Eindruck von genau der Box im Video. An der grundsätzlichen Idee ändert es nichts, aber solche Dinge merkt man erst, wenn man ein Produkt wirklich bedient.

Euroboxen und Stauraum: packen, einsetzen, losfahren

Jede Lücke ausgenutzt: Euroboxen in der Campboks

Die Auszüge arbeiten mit Euroboxen. Das ist für uns ein praktisches System, weil man die Kisten schon zu Hause packen und anschließend in den Bus stellen kann. Ebenso lässt sich die komplette Reiseausrüstung in der Box lassen, wenn das Modul außerhalb des Fahrzeugs steht.

Die ältere Pro unseres Freundes bietet neben dem Heckauszug auch einen nach innen erreichbaren Auszug. So kommt man an einen Teil der Sachen, ohne jedes Mal auszusteigen. Die passenden Abdeckungen schaffen zusätzliche Ablagefläche. Dabei sollte man vor dem Kauf überlegen, was wirklich in welchen Auszug gehört und von welcher Seite man es unterwegs erreichen möchte.

Unser Nachbau: kürzer, individueller und nicht ohne Kompromisse

Unsere Box ist gegenüber dem Original fünf Zentimeter kürzer. Das Bett haben wir auf 1,94 Meter Länge angepasst, damit es mit den Platzverhältnissen in Henry funktioniert. Dazu kommen unsere eigene Küche, eine separate Wasserversorgung und eine individuell angefertigte Matratze.

Ein wesentlicher Unterschied ist die Toilette im nach innen gerichteten Auszug. Dafür haben wir unseren Nachbau angepasst. Im Video probieren wir dieselbe Toilette im Original aus: In der dort gezeigten Ausführung lässt sich der Auszug damit nicht passend schließen. Wer eine Toilette integrieren möchte, sollte deshalb die konkreten Innenmaße und die gesamte Mechanik prüfen.

Bei uns ist auch nicht alles perfekt gelöst. Der Kühlschrank steht dem vollständig ausgezogenen Mittelauszug im Weg. An die Kiste dahinter kommen wir deshalb nur umständlich. Individuell gebaut heißt also nicht automatisch besser geplant. Solche Überschneidungen fallen manchmal erst auf, wenn alle Komponenten im Fahrzeug zusammenkommen.

Was unser Eigenbau tatsächlich gekostet hat

Für den Stand unseres Nachbaus im Video lagen die Material- und Fertigungskosten bei knapp 4.000 Euro. Kühlschrank und separate Wasserversorgung waren darin noch nicht vollständig berücksichtigt. Die individuell angefertigte Matratze mit Seitenteil kostete allein schon über 1.100 Euro.

Dazu kommen Holz, stabile Sitzplatten, Schwerlastauszüge, Euroboxen und die extern angefertigten Frästeile. Andreas hat keine eigene CNC-Fräse in der Werkstatt stehen. Und die vielen Monate mit Planung, Zeichnen, Abstimmen und Bauen sind in dieser Summe noch gar nicht als Arbeitszeit enthalten.

Deshalb finden wir den Vergleich „ein bisschen Holz gegen den Kaufpreis einer fertigen Box“ zu kurz gedacht. Man kauft beim Original nicht nur Material. Man kauft auch Entwicklung, passende Bauteile, Fertigungsqualität und eine Konstruktion, die im Zusammenspiel funktioniert.

Würden wir noch einmal komplett selbst bauen?

Nicht einfach, um das Original günstiger nachzubauen. Unser Eigenbau lohnt sich für uns vor allem durch die besonderen Maße und die Einbindung in Henry. Gleichzeitig sehen wir heute bewusster, wie viel Entwicklungsarbeit in so einem Produkt steckt. Eine so gute Idee für den privaten Gebrauch zu kopieren, fühlt sich für uns rückblickend nicht selbstverständlich richtig an. Heute würden wir zuerst prüfen, ob eine fertige CampBoks oder eine passende Variante die bessere Grundlage wäre.

Flexibel bleiben heißt auch: Ausbau und Strom mitdenken

Unser Freund kombiniert seine Box mit einer Powerstation. Das passt gut zu dem Gedanken, nicht gleich eine komplette Fahrzeugelektrik aufbauen zu müssen. Wichtig ist aber, dass Stromversorgung, Anschlüsse und Verbraucher zusammenpassen. Eine Kühlbox braucht auch dann Energie, wenn das Auto steht.

Den Ausbau führen wir im Video nicht praktisch vor, weil die Box befestigt und das Fahrzeug eingeräumt ist. Andreas erklärt das Prinzip mit ausgeräumten Kisten und passenden Rollstützen. Wie leicht das im eigenen Alltag funktioniert, hängt auch vom Gewicht, vom Lagerplatz und von den vorhandenen Hilfsmitteln ab. Die Montage und Sicherung müssen zu Fahrzeug und Herstelleranleitung passen.

Unser Fazit: Eine durchdachte Alternative zum Komplettausbau

Die CampBoks hat uns im direkten Vergleich besonders bei der Verarbeitung und beim schnellen Umbau überzeugt. Die Sitzgruppe am Heck ist für uns ihr schönstes Argument. Wer seinen Bus im Alltag weiter nutzen möchte, bekommt damit ein Konzept, das sehr viele Campingfunktionen in einem herausnehmbaren Modul bündelt.

Für Henry sind wir inzwischen einen anderen Weg gegangen. Unser Nachbau ist Teil eines umfangreicheren Ausbaus geworden und wurde an unsere Maße und Wünsche angepasst. Das macht ihn für uns passend, aber weder automatisch preiswert noch besser als das Original.

Bevor ihr euch entscheidet, würden wir vor allem drei Dinge klären: Wie viel Raum ist im eigenen Fahrzeug wirklich frei, welche Sitzplätze müssen erhalten bleiben und welche Funktionen braucht ihr auf Reisen? Danach lässt sich ehrlicher beurteilen, ob eine fertige Box, eine bewusst einfachere Lösung oder ein individueller Ausbau zu euch passt.

Die Modelle richtig einordnen

Im Video zeigen wir eine ältere CampBoks Pro. Sie verbindet das Sitz- und Bettsystem mit einer Heckküche samt Kocher, Kühlbox und Wasserversorgung. Die CampBoks Lite ist die Grundlage für eine eigene Ausstattung; sie wird hier als Alternative ohne die komplette Pro-Küche verlinkt.

Die neuen 2.0-Modelle

Pro 2.0 und Lite 2.0 gehören zur weiterentwickelten Modellgeneration. Der Hersteller beschreibt unter anderem ein verändertes Stauraumsystem mit Innenzugang über eine Klappe und eine Matratze mit integriertem Topper. Die Lite 2.0 verzichtet auf Küche, Wassertank und Wasserpumpe.

Die 2.0-Modelle haben wir nicht selbst getestet. Unser Praxiseindruck im Bericht gilt der älteren Pro unseres Freundes. Prüft vor einer Bestellung die aktuelle Ausstattung und die Passform für euer Fahrzeug direkt beim Hersteller.

BEZUGSQUELLEN

Zum Original von CampBoks

Die Modelle aus dem Video und die neue Generation direkt beim österreichischen Hersteller.

Im Video gezeigte Modellgeneration

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Neue Modelle

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