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Alu-Box auf dem Fahrradträger
CAMPERZEUGS · STAURAUM

Mehr Stauraum mit einer Alu-Box

Für unsere Portugalreise haben wir eine Alu-Box am Heck montiert. So bleibt mehr Platz für uns im Camper.

Für vier Wochen unterwegs in Spanien und Portugal wollten wir nicht jedes freie Stück im Innenraum mit Gepäck zustellen. Weil die Fahrräder zu Hause blieben, haben wir den vorhandenen Heckträger anders genutzt. Unsere Alu-Box nimmt sperrige Ausrüstung auf und hat sich auf der Reise sehr bewährt.

Unser Video

Alu-Box am Heck.
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UNSERE ERFAHRUNGEN

Mehr Platz für die Portugalreise

Vor unserer Reise nach Spanien und Portugal kam die Frage auf: Bekommen wir wirklich alles in Henry unter? Vier Wochen unterwegs, dazu Stühle, Werkzeug und all die kleinen Dinge, die man braucht, aber nicht ständig im Wohnraum haben möchte. Noch mehr Schränke einzubauen war dafür nicht unsere erste Wahl.

Die Fahrräder wollten wir auf dieser Tour zu Hause lassen. Unser vorhandener Fahrradträger war damit frei. Warum also diesen Platz nicht für eine zusätzliche Staubox nutzen? So entstand die Idee, eine Alu-Box am Heck zu montieren. Im Video zeigen wir die fertige Lösung und erklären, wie Andreas sie befestigt hat.

Inzwischen auf Reisen bewährt

Auf dem Weg nach Portugal hat sich die Box für uns extrem bewährt. Darin lagen unsere Stühle, etwas Handwerkszeug, die Verdunklung und andere Dinge, die uns im Auto gestört hätten. Der zusätzliche Stauraum hat uns vor allem geholfen, den Innenraum übersichtlich und gut nutzbar zu halten.

Warum eine Box mit Öffnung nach hinten?

Bei der Suche war uns nicht nur die Größe wichtig. Viele Alu-Boxen lassen sich ausschließlich von oben öffnen. Auf einem Heckträger fanden wir das unpraktisch: Man muss über die hohe Kante greifen und sich den Zugang zum Inhalt entsprechend freihalten.

Entschieden haben wir uns für eine Box von VEVOR, die eigentlich als Werkzeug- beziehungsweise Unterflurbox für Nutzfahrzeuge gedacht ist. Ihre Klappe öffnet nach hinten. So können wir von außen an die Ausrüstung heran, ohne erst von oben in die Kiste greifen zu müssen.

Im Video nennt Andreas Außenmaße von ungefähr 1,22 Metern Breite, 46 Zentimetern Höhe und rund 40 Zentimetern Tiefe zuzüglich Tür. Die eigentliche Öffnung ist mit etwa 1,11 Metern schmaler. Gerade bei langen Stühlen oder anderem sperrigen Gepäck ist deshalb nicht nur das Außenmaß entscheidend, sondern auch das, was tatsächlich durch die Klappe passt.

Preis, Verarbeitung und die kleinen Kompromisse

Unsere Box hat beim Kauf etwas über 200 Euro gekostet. Das war für uns ein Argument, weil speziell für Camper angebotene Heckboxen teilweise deutlich teurer waren. Der genannte Betrag ist unser damaliger Kaufpreis, kein aktuelles Angebot.

Die Verarbeitung finden wir für unseren Zweck ausreichend. Wir haben hier keine makellose Premiumlösung erwartet, sondern einen zusätzlichen Platz für robuste Ausrüstung. Die Klappe hat eine Dichtung; auf eine uneingeschränkte Wasserdichtigkeit verlassen wir uns trotzdem nicht. Empfindliche Dinge würden wir darin zusätzlich geschützt verstauen.

Ein kleiner Nachteil ist der Öffnungswinkel. Die Klappe lässt sich bei unserer Anordnung nicht beliebig weit nach unten bewegen. Damit können wir leben, aber es ist ein Punkt, den man bei der Auswahl und Positionierung der Box mitdenken sollte.

So haben wir die Box auf dem Fahrradträger befestigt

Als Grundlage dient unser bereits montierter Fiamma-Fahrradträger. Unter der Box sitzen zwei Aluminiumprofile im Format 20 × 20 Millimeter. Andreas hat sie mit einer schützenden Gummiauflage versehen und zur Positionierung zunächst mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Die Profile liegen bei unserem Aufbau passend in den Fahrradschienen.

Die eigentliche Befestigung erfolgt bei uns über vier durchgehende M8-Verschraubungen zwischen Box und Schienen. Zusätzlich ist die Rückwand über weitere Verschraubungen mit Rohrschellen am Träger angebunden. Das Klebeband dient dabei nur als Montagehilfe, nicht als tragende Verbindung.

Ein Vorteil für uns: Die Lösung lässt sich wieder abnehmen. Wenn die Fahrräder mit sollen, kann der Träger nach dem Entfernen der Box wieder als Fahrradträger genutzt werden. Es ist damit ein Wechsel zwischen zwei Nutzungen, keine zusätzliche Box hinter den Fahrrädern.

Unsere Konstruktion im eigenen Fahrzeug

Die gezeigte Befestigung ist eine individuelle Anpassung an unsere Box und unseren Träger. Ob ein anderer Aufbau dafür geeignet ist, hängt vom konkreten Fahrzeug, Träger und dessen Herstellervorgaben ab. Box, Befestigungsteile und Inhalt müssen gemeinsam berücksichtigt werden; aus der Traglast eines Fahrradträgers allein ergibt sich keine pauschale Freigabe für jeden Heckbox-Umbau.

Die Warntafel bekommt einen eigenen Einschub

Für unsere Reise haben wir auch die Kennzeichnung am Heck vorbereitet. Andreas hat dafür einen Rahmen aus U-Profilen auf der Box angebracht. Die rot-weiße Tafel wird von oben eingeschoben und kann zum Wenden wieder herausgenommen werden.

Die Profile sind auf Gehrung geschnitten und mit der Box vernietet. Zwischen Profil und Box sitzt bei uns Schaumstoffklebeband, damit die Bauteile nicht direkt aufeinander reiben. Im Alltag ist der Einschub für uns praktischer, als die Tafel zum Wechseln jedes Mal neu befestigen zu müssen.

Welche Kennzeichnung erforderlich ist, hängt vom Reiseland und vom konkreten Heckaufbau ab. Vor einer Fahrt lohnt sich deshalb ein Blick in die aktuellen Länderinformationen. Der ADAC erklärt die unterschiedlichen Warntafeln und ihre Verwendung. Unsere Tafel und ihr Einbau im Video ersetzen diese Prüfung nicht.

Was sich am Fahrzeug verändert

Zusätzlicher Stauraum am Heck hat auch Auswirkungen auf die Nutzung des Autos. Bei unserem Aufbau lässt sich die Heckklappe weiterhin öffnen. In Henry sind dafür bereits verstärkte Gasfedern verbaut. Das ist eine Eigenschaft unseres Gesamtsystems und lässt sich nicht allein durch den Kauf derselben Box auf ein anderes Fahrzeug übertragen.

Ein Nachteil war sofort sichtbar: Die Kamera für unseren digitalen Rückspiegel sitzt so, dass die Box ihren Blick nach hinten verdeckt. Im Spiegel sehen wir damit vor allem die Box. Gerade wenn man diesen Rückspiegel gern nutzt, sollte man das vor dem Kauf einer Heckbox bedenken. Im Video kündigt Andreas an, dafür noch eine eigene Lösung zu suchen.

Mehr Gewicht und mehr Platzbedarf hinter dem Auto gehören ebenfalls dazu. Für uns stand deshalb von Anfang an fest, dass dort vor allem sperrige Ausrüstung hinein soll, die wir nicht im Wohnraum haben möchten. Eine große Box ist für uns kein Anlass, sie bis zum Rand mit schweren Dingen zu füllen.

Unser Fazit: Der gewonnene Platz macht den Unterschied

Die Alu-Box war zunächst eine pragmatische Idee vor einer langen Reise. Inzwischen wissen wir: Sie hat sich für uns sehr gelohnt. Unsere Stühle, die Verdunklung und das Handwerkszeug haben draußen einen festen Platz, und im Camper müssen wir diese Dinge nicht ständig umräumen.

Besonders gut gefällt uns der Zugang von hinten und die Möglichkeit, den vorhandenen Träger je nach Reise unterschiedlich zu nutzen. Dafür nehmen wir die einfachere Verarbeitung, den begrenzten Öffnungswinkel und den verdeckten Blick der Rückspiegelkamera in Kauf.

Die Grundidee ist keineswegs auf einen Ford Transit Custom beschränkt. Ob sie im eigenen Camper sinnvoll ist, entscheidet aber das Zusammenspiel aus Fahrzeug, geeignetem Träger, Box und Gepäck. Für unsere Portugalreise war sie genau die zusätzliche Reserve, die wir gebraucht haben.

Unsere Box und das Montagezubehör

Wir nutzen eine VEVOR-Alubox mit nach hinten öffnender Klappe. Sie war ursprünglich für den Einsatz als Werkzeugbox am Nutzfahrzeug gedacht. Bei uns schafft sie Platz für Stühle, Werkzeug, Verdunklung und andere sperrige Dinge.

In unserer Amazon-Liste haben wir Heckboxen und Zubehör zusammengestellt. Der Button führt zur gesamten Liste, nicht zu einem einzelnen Produkt. Prüft bei der Auswahl die konkrete Ausführung und besonders die Maße der Öffnung.

Mehr zu unserem Heckaufbau

Den vorhandenen Fiamma Carry-Bike und die verstärkten Gasfedern der Heckklappe stellen wir in eigenen Technikbeiträgen vor.

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