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Reolink Argus MagiCam
CAMPERZEUGS · SICHERHEIT

Reolink Argus MagiCam

Eine kleine WLAN-Kamera mit Magnetbefestigung: Wir zeigen, was die Reolink Argus MagiCam im Camper praktisch macht und wo ihre Grenzen liegen.

Eine Kamera, die wir im Camper fest platzieren und trotzdem jederzeit mitnehmen können: Die Reolink Argus MagiCam hat uns mit ihrer Magnetbefestigung überrascht. Im Video und im Bericht zeigen wir unsere Erfahrungen mit Montage, Stromversorgung und App.

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UNSERE ERFAHRUNGEN

Eine kleine Kamera, die mitkommt

Eine Überwachungskamera wird normalerweise einmal montiert und bleibt dann an ihrem Platz. Bei der Reolink Argus MagiCam hat uns gerade das Gegenteil begeistert: abnehmen, mitnehmen und an einer anderen Stelle wieder befestigen. Im Camper ist das praktisch, denn wir wollen nicht immer denselben Bereich im Blick behalten.

Als Reolink uns die Kamera geschickt hat, waren wir zunächst skeptisch. Noch eine Kamera, noch ein Test? Nach dem Auspacken war Andreas allerdings schnell überzeugt. Die kleine MagiCam passt in die Hosentasche und lässt sich dank Magnetbefestigung in Sekunden neu platzieren. Warum uns dieses Konzept gefällt und wo seine Grenzen liegen, zeigen wir im Video und hier im Bericht.

Werbung: Die Kameras für diesen Test wurden uns von Reolink zur Verfügung gestellt. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Reolink. Unsere Einschätzung beschreibt unsere eigenen Erfahrungen.

Magnetisch befestigen statt jedes Mal schrauben

Am Ford Transit Custom ist eine passende Stelle schnell gefunden: Auf einer geeigneten Stahlfläche hält die Kamera direkt mit ihrem Magneten. Im Video probiert Andreas das unter anderem am Fahrzeug und am Garagentor aus. Das ist für uns der eigentliche Reiz: Wir müssen uns nicht für einen einzigen dauerhaften Montageort entscheiden.

Für andere Oberflächen liegt eine selbstklebende Metallplatte bei. Damit lässt sich zum Beispiel am Wohnwagen eine geeignete Aufnahme schaffen. Die ebenfalls mitgelieferte verstellbare Halterung kann aufgestellt oder fest montiert werden; anschließend richtet man die Kamera von Hand aus.

Die MagiCam hat einen festen Bildausschnitt. Ihr Kamerakopf lässt sich also nicht wie bei einer schwenkbaren Kamera per App drehen. Für einen neuen Blickwinkel müssen wir die Halterung verstellen oder die Kamera umsetzen. Das geht schnell, ist aber ein wichtiger Unterschied zu unseren anderen Reolink-Modellen.

Batterien für unterwegs, USB-C für den festen Platz

Die Kamera funktioniert ohne fest verlegtes Stromkabel. Reolink sieht dafür zwei AA-Lithium-Batterien vor. Die genannte Laufzeit von bis zu neun Monaten ist eine Herstellerangabe und kein Ergebnis unseres Langzeittests. Wie lange die Batterien tatsächlich halten, hängt unter anderem davon ab, wie oft die Kamera aufzeichnet und wie häufig wir das Livebild aufrufen.

Alternativ kann die MagiCam über USB-C mit Strom versorgt werden. Für den geplanten festen Platz hinten im Camper finden wir das sinnvoll: Dort steht sie dauerhaft bereit, lässt sich bei Bedarf aber trotzdem abnehmen. Mit geeigneter externer Stromversorgung unterstützt sie laut Hersteller auch eine kontinuierliche Aufzeichnung. Im Batteriebetrieb geht es dagegen um Aufnahmen bei erkannten Ereignissen.

Einrichtung: schnell erledigt, WLAN bleibt Voraussetzung

Die Einrichtung über die Reolink App ging bei uns unkompliziert. Neue Kamera hinzufügen, den QR-Code an der Kamera scannen und den Anweisungen folgen. Danach wird die Kamera mit dem WLAN verbunden. Im Camper wäre das bei uns das Netz des eingebauten Mobilfunkrouters.

Genau hier zeigte sich während des Drehs auch eine Grenze: Wegen eines Problems mit unserer Aufbaubatterie lief das Campernetz gerade nicht. Die Kamera selbst hatte zwar Strom, über die App konnten wir sie dort aber nicht erreichen. Für die Vorführung sind wir deshalb ins Büro umgezogen und haben sie ins Hausnetz eingebunden.

Kabellos bedeutet also nicht unabhängig vom WLAN. Für Livebild, Fernzugriff und App-Einstellungen braucht die Kamera eine passende Verbindung. Für den Zugriff von unterwegs muss das WLAN vor Ort zusätzlich Internetzugang haben. Wer eine Kamera mit eigener Mobilfunkverbindung sucht, findet unseren Vergleich von Reolink E1 und Go PT Ultra hier.

Was wir in der Reolink App nutzen

In der App sehen wir das Livebild und können hören, was in der Nähe der Kamera passiert. Über die Sprechtaste lässt sich auch in die andere Richtung sprechen. Im Video probiert Andreas diese Gegensprechfunktion und die manuell auslösbare Sirene direkt aus.

Fotos und manuelle Videoaufnahmen lassen sich auf dem Smartphone speichern. Das finden wir hilfreich, wenn wir bei einer Benachrichtigung etwas Auffälliges entdecken und die Aufnahme zusätzlich außerhalb der Kamera sichern möchten. Bewegungserkennung, Push-Nachrichten und Zeitpläne lassen sich in den Einstellungen anpassen.

Auf einer eingesetzten microSD-Karte kann die MagiCam Ereignisse lokal speichern. Ein verpflichtendes Cloud-Abo ist dafür nicht nötig. Lokale Aufzeichnung und Fernzugriff sind dabei zwei unterschiedliche Dinge: Eine gespeicherte Aufnahme ersetzt keine erreichbare Live-Verbindung zur App.

Zeitraffer: eine schöne Zusatzfunktion mit einer Grenze

Eine Funktion, die wir bei einer Überwachungskamera zunächst eher belächelt haben, ist der Zeitraffer. Bei dieser kleinen Magnetkamera finden wir ihn plötzlich interessant: abends einen passenden Blick auf die Landschaft auswählen und morgens den Sonnenaufgang als kurzen Film haben.

Auf einem Campingplatz in Hamburg wollte Andreas genau das ausprobieren. Ohne erreichbares WLAN konnte er die Aufnahme jedoch nicht wie geplant in der App einrichten. Im Video bleibt deshalb ein Zeitraffer vom Ausmessen unseres Campers. Die Funktion gefällt uns, aber für die Einrichtung muss die Verbindung zur Kamera stehen. Auf eine Bluetooth-Steuerung würden wir uns nach diesem Versuch nicht verlassen.

Unser Fazit: Die Flexibilität macht den Unterschied

Die MagiCam hat uns vor allem durch ihr unkompliziertes Konzept überzeugt. Für den Innenraum unseres Campers können wir sie fest positionieren und bei Bedarf trotzdem schnell mitnehmen oder anders ausrichten. Wir brauchen dafür weder eine große Kamera noch jedes Mal einen neuen Montageaufwand.

Man muss allerdings wissen, was man möchte: Für eine flexible WLAN-Kamera mit festem Blickwinkel finden wir sie spannend. Wer den Bildausschnitt aus der Ferne schwenken oder unabhängig vom Camper-WLAN zugreifen möchte, braucht ein anderes Modell. Genau deshalb ergänzt sie für uns die anderen Kameras, statt alle Aufgaben gleichzeitig übernehmen zu müssen.

Inzwischen fest in Henry installiert

Die MagiCam hat inzwischen ihren festen Platz in Henry. Wir versorgen sie über USB mit Strom, denn bei uns hielten die Batterien nur wenige Tage, wenn wir uns viel im Camper aufgehalten haben. Für diesen häufig genutzten Einsatz ist die USB-Stromversorgung für uns die praktischere Lösung. Bei Bedarf können wir die Kamera dank der Magnetbefestigung weiterhin einfach abnehmen und an einer anderen Stelle einsetzen.

Die MagiCam auf einen Blick

Die kompakte WLAN-Kamera liefert Full-HD-Bilder mit 1.920 × 1.080 Pixeln. Ihr Bildwinkel ist fest; die Ausrichtung erfolgt von Hand. Sie unterstützt WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band, Gegensprechen und Aufnahmen auf microSD bis 256 GB.

Für mobilen Betrieb sind AA-Lithium-Batterien vorgesehen, alternativ ist eine Versorgung über USB-C mit 5 V/1 A möglich. Reolink nennt bis zu neun Monate Batterielaufzeit. Das ist ein Herstellerwert und hängt von der Nutzung ab. Das Gehäuse ist nach IP67 geschützt; ohne Batterien wiegt die Kamera 108 Gramm.

Die vollständigen technischen Daten findet ihr bei Reolink. Mit unserem Code kranzunterwegs5 bekommt ihr dort 5 % Rabatt.

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