Zum Inhalt
Kranz unterwegs
Startseite / Ausbau & Technik / Henry: Ausbau-Zwischenstand
Henry: Ausbau-Zwischenstand
HENRY · INNENAUSBAU

Henry im Ausbau.
Der Stand der Dinge.

Neue Matratze, überarbeiteter Durchstieg und viele kleine Baustellen: Unser Rundgang durch Henry zeigt, was im Juli 2026 schon funktioniert und was noch fehlt.

Nicht jeder Handgriff am Camper landet im Video. Bei diesem Rundgang holen wir euch wieder dazu: Wir zeigen den Stand unseres Ausbaus, freuen uns über Fortschritte und sprechen über Lösungen, die noch eine zweite Runde brauchen.

Unser Video

Ein Rundgang durch Henry.
Unser Video.

Aufgenommen als Zwischenstand unseres Ausbaus und veröffentlicht am 26. Juli 2026.

Direkt auf YouTube ansehen

UNSER AUSBAU-ZWISCHENSTAND

Ein Rundgang durch unseren halbfertigen Henry

Beim Ausbau passiert vieles zwischen zwei Videos. Mal fehlt die Zeit zum Filmen, mal möchte ich eine Sache einfach fertig bekommen. Deshalb nehmen wir euch diesmal mit auf einen Rundgang durch Henry: Was funktioniert schon, was haben wir verändert und welche Baustellen sind noch offen?

Dieser Zwischenstand gehört zum 26. Juli 2026. Henry ist zu diesem Zeitpunkt längst mehr als ein leerer Transporter, aber eben noch kein fertiger Camper. Einige der hier angekündigten Arbeiten haben inzwischen eigene Beiträge bekommen.

Ein Ausbau wächst mit den Erfahrungen unterwegs. Die im Video gezeigten Provisorien und Planungen beschreiben unseren damaligen Stand. Besonders bei Belüftung, Batteriehalterung und Sicherung von Gepäck ist eine funktionierende erste Probe noch kein Nachweis für eine sichere oder abnahmefähige Lösung.

Unsere Campboks-Idee: viel Funktion auf wenig Raum

Hinten in Henry steckt mein eigener, an die österreichische Campboks angelehnter Ausbau. Sitzbank, Bett und Heckküche sind darin miteinander verbunden. Mit dem Bau hatte ich schon begonnen, bevor unser Bus überhaupt da war. Einige Maße und Auszüge habe ich an unseren kurzen Transit Custom und unsere Ausstattung angepasst.

Heute würde ich mir diesen vollständigen Nachbau sehr genau überlegen. Allein Material, Auszüge und Polster haben ordentlich Geld gekostet, dazu kamen viele Arbeitsstunden. Beim Original merkt man außerdem, wie viel Entwicklungsarbeit und Fertigungsqualität darin stecken. Diese Leistung verdient Anerkennung. Eine Bauanleitung für eine Kopie soll unser Beitrag deshalb nicht werden.

Für unsere Raumaufteilung haben wir die Box etwas kürzer ausgeführt. Die Bettlänge beträgt in unserem Aufbau 1,94 m; die rund 1,90 m im Video waren eine grobe Angabe. Auch der Küchenauszug und der Platz für unsere Toilette sind auf unsere Nutzung abgestimmt. Den Vergleich mit dem Original zeigen wir inzwischen ausführlich im Campboks-Beitrag.

Mehr Schlafkomfort im Dachzelt und eine neue Durchstiegsklappe

Mit unserem ARCTA Radix XL sind wir grundsätzlich sehr zufrieden. Der Innendurchstieg macht das Hinauf- und Hinunterkommen für uns angenehm, und auch die Form des geöffneten Zelts passt zu unserem Schlafen. Mit der ursprünglichen Matratze bin ich als Seitenschläfer dagegen nicht gut zurechtgekommen. Selbst mit den Froli-Elementen darunter war sie für mich zu wenig komfortabel.

Wir haben deshalb eine andere Schaumstoffmatratze eingesetzt und den Ausschnitt neu gelöst. Statt die Liegefläche über die gesamte Breite zu teilen, bleibt die große Matratze seitlich neben dem Durchstieg zusammenhängend. Ein separates Stück schließt die Öffnung. So kann eine Person nachts nach unten, während die andere ihre Füße zur Seite legt.

Auch die Klappe selbst ist neu: Das frühere Alu-Dibond-Teil wurde durch eine Holzlösung mit Scharnieren ersetzt. Auf der Klappe liegen keine Froli-Elemente mehr. Dort gleicht ein dickeres Matratzenstück die Höhe aus, sodass im geschlossenen Zustand eine ebene Liegefläche entsteht. Die im Video nur geschätzten Matratzenstärken sind keine verlässliche Maßangabe für einen Nachbau.

Der Unterschied beim Liegen ist für uns deutlich. Gleichzeitig zeigt diese Änderung schön, warum ich manche Dinge erst nach ein paar Nächten im Camper endgültig entscheiden würde. Die Konstruktion von Dachöffnung und Zelt beschreiben wir im Beitrag zum Radix XL mit Innendurchstieg.

Die Möbel werden wohnlicher – die Fronten fehlen noch

Im Innenraum sind zusätzliche Verkleidungen dazugekommen. Eine schwarz gestrichene, fest verschraubte Leichtbauplatte bildet an einer Stelle den Hintergrund für übrige Holzleisten aus unserer Deckenverkleidung. Mir gefällt, dass sich das Holz dadurch auch an den Möbeln wiederfindet.

Die großen Schrankfronten fehlen beim Dreh aber noch. Das lag nicht an einer besonders geheimnisvollen Konstruktion, sondern auch an der Beschaffung: Die Platten wollte ich wegen der hohen Versandkosten selbst abholen. Bis dahin blieb der Ausbau sichtbar unfertig.

Die Küchenarbeitsplatte war ebenfalls noch provisorisch. Spüle und Induktionskochfeld sollten später ihren endgültigen Platz bekommen. Bei den Fronten tendierten wir zu einem ruhigen Weiß- oder Cremeton, weil Holz und Filz im kleinen Raum schon genug Struktur mitbringen. Wie ich die Fronten später ohne CAD geplant habe, steht inzwischen im eigenen Möbelbau-Beitrag.

Belüftung früh planen, bevor das Dach vollgebaut ist

Ein Thema hatte ich zu lange vor mir hergeschoben: die dauerhafte Belüftung. Unten eine geeignete Stelle zu finden, schien mir noch überschaubar. Oben war der Zugang durch Dachluke, Aufbau und Dachzelt inzwischen deutlich schwieriger geworden.

Im Video zeige ich unsere Öffnungen im Bereich zwischen Dach und Dachzelt sowie die geplante Abdeckung mit Abstand. Für die Auslegung haben wir uns an der im Video eingeblendeten, zuvor recherchierten Übersicht zur Sicherheitslüftung orientiert.

Für unsere Ausführung nennt diese Übersicht 15 cm² im Dach oder alternativ 30 cm² im oberen Bereich sowie zusätzlich 5 cm² am Boden. Unsere Belüftungsöffnungen haben wir deutlich größer ausgeführt. Die Abnahme durch den TÜV steht noch aus.

Wasser funktioniert, am Fenster mussten wir nacharbeiten

Die Wasserversorgung war dagegen schon ein erfreulich fertiges Kapitel. Unsere Lilie IQflo lief bei diesem Zwischenstand so, wie ich es mir gewünscht hatte. In unserem Aufbau arbeiten wir mit dem 10-mm-Schlauchsystem und einem Vorfilter. Die Aussage im Video, die Pumpe möge bestimmte Einbauten grundsätzlich nicht, ist zu pauschal: Für den konkreten Aufbau zählen die Vorgaben der jeweiligen Pumpenausführung.

Auch der Pundmann-Boiler lieferte über 12 Volt warmes Wasser. Die 230-Volt-Seite hatten wir damals noch nicht angeschlossen; der Wechselrichter fehlte ebenfalls noch. Den Aufbau mit Tank, Leitungen und Entleerung findet ihr im Artikel über Wasser in Henry.

Weniger erfreulich war eine kleine undichte Stelle am Seitenfenster. Um heranzukommen, musste ich einen Teil der bereits angebrachten Dämmung wieder entfernen. Nach meiner Nacharbeit war die Stelle bei unserer Kontrolle dicht. Das ist unser Reparaturverlauf, keine allgemeine Empfehlung, ein undicht verklebtes Fenster einfach von innen abzudichten.

Hinter der Küche war außerdem eine spätere Holzverblendung mit Ausschnitt für Verdunklung und Insektenschutz vorgesehen. Erst wenn solche Details zusammenpassen, wirkt eine vorher technische Baustelle langsam wie ein Wohnraum.

Kühlschrank, Schublade und kleine Helfer im Alltag

Unser Kühlschrank von Plug-in Festivals funktioniert für uns gut. Kurz nach unserem Kauf kam eine neue Generation auf den Markt, aber der vorhandene Kühlschrank erfüllt seinen Zweck. Wir wollten ihn deshalb nicht schon wieder austauschen.

Beim Fahren zeigten sich dafür die kleinen mechanischen Themen. Der Kühlschrank hatte eine zusätzliche Halterung bekommen, und die lange Küchenschublade konnte noch gelegentlich herauslaufen. Hier war eine verdeckte Verriegelung geplant. Gerade solche Erfahrungen zeigen, dass der Ausbau auch während der Fahrt funktionieren muss und nicht nur auf dem Stellplatz.

Hinter dem Beifahrersitz hing inzwischen ein Organizer von Campolibero. Wir hatten lange nach einer für uns passenden Lösung gesucht. Die Möglichkeit, die Anordnung an unsere Bedürfnisse anzupassen, gefiel mir besonders. Ein ausführlicher eigener Bericht war zu diesem Zeitpunkt erst geplant.

Kalles Platz gehört mit zum Grundriss

Auch Kalle braucht seinen Platz im kleinen Bus. Beim Dreh saß seine Tasche zwischen den Vordersitzen auf einer Eurobox. Das passte räumlich gut zu unserem Alltag, war aber in der gezeigten Befestigung keine überzeugende Lösung für die Fahrt.

Ich spreche das im Video selbst an: Dass Kalle dort gern sitzt und die Tasche im Stand gut hineinpasst, macht die Kombination noch nicht zu einer ausreichend gesicherten Transportlösung. Diese provisorische Konstruktion möchten wir deshalb nicht als Vorbild für einen sicheren Hundeplatz empfehlen.

Internet im Camper: unser erster Stand mit dem 5G-Router

Für Arbeit und Reisen ist Internet bei uns ein großes Thema. Mit Starlink hatten wir technisch gute Erfahrungen gemacht. Wegen der für unsere Nutzung gestiegenen laufenden Kosten wollten wir für Henry aber eine andere Lösung ausprobieren.

Beim Rundgang war ein 5G-Router von Selfsat eingebaut. Zunächst steckte eine zusätzliche SIM-Karte aus unserem Mobilfunkvertrag darin; für Reisen beschäftigten wir uns außerdem mit weiteren Datentarifen. Einen dauerhaft passenden Tarif hatten wir damit noch nicht gefunden. Die damaligen Preisbeispiele aus dem Video sind keine aktuelle Tarifempfehlung.

Auch der Einbau war noch nicht endgültig. Die Antenne saß auf dem Dachzelt. Im aufgeklappten Zustand schirmte dessen Metallfläche eine Richtung ungünstig ab. Genau deshalb wollte ich erst Erfahrungen sammeln, bevor ich daraus eine fertige Empfehlung mache. Die Kommentare zeigten schon, dass euch das Thema ebenfalls interessiert.

Die Batterie quietscht wieder – und weitere Arbeit wartet

Eine vermeintlich erledigte Baustelle meldete sich ebenfalls zurück: die WATTSTUNDE NOVA Core 480 Ah unter dem Beifahrersitz. Nach der ersten Nachbesserung war Ruhe gewesen, später quietschte es während der Fahrt erneut. Die Gurte und Zwischenlagen waren damit für mich noch keine zufriedenstellende endgültige Lösung.

Der Sitz musste also noch einmal herunter, damit ich an Batterie und Befestigung herankam. Das war eine wichtige Ergänzung zum früheren Einbauvideo: Eine kurze Probefahrt kann eben etwas anderes zeigen als längere Nutzung. Den ursprünglichen Einbau und die dabei aufgetretenen Probleme findet ihr im Artikel zu Untersitzbatterie und Drehkonsole.

Auf der Liste standen außerdem Heizung, Wechselrichter und Solar. Die Heizung hatte vor der nächsten längeren Reise Priorität. Geplant war eine AUTOTERM Air 2D unter dem Küchenbereich, später ergänzt um eine möglichst aufgeräumte Bedienung. Beim Dreh waren das Vorhaben, keine bereits abgeschlossenen Einbauten.

Unser Fazit: Der Alltag baut mit

Henry wurde Stück für Stück wohnlicher. Gerade die neue Matratze und die überarbeitete Durchstiegsklappe machten für uns einen spürbaren Unterschied. Wasser, Küche und Stauraum waren schon nutzbar, während Fronten und technische Ergänzungen noch auf ihre Fertigstellung warteten.

Für mich steckt in diesem Zwischenstand vor allem eine Erkenntnis: Ein Camper ist nicht fertig, nur weil jedes Bauteil einmal an seinem Platz gesessen hat. Erst unterwegs zeigt sich, was bequem ist, was klappert und wo wir noch einmal ranmüssen. Genau diese Erfahrungen gehören zu unserem Selbstausbau dazu.

Die Ausstattung wächst mit dem Ausbau

Bei diesem Rundgang steht der Überblick im Mittelpunkt. Die einzelnen Einbauten und ihre Bezugsquellen findet ihr ausführlicher in den verlinkten Technikbeiträgen. Hier sammeln wir die Hersteller aus dem Video für Box, Dachzelt, Polster und Möbelplatten.

Polster sind eine sehr persönliche Entscheidung

Die Auflagen für unsere selbst gebaute Box kommen von Vanmade. Die neue Dachzeltmatratze haben wir aus einer Matratze von Snooze Project an unseren Durchstieg angepasst. Beide Lösungen beschreiben unseren eigenen Aufbau; Ausschnitte und Höhen müssen zur jeweiligen Konstruktion passen.

Was wir aus diesem Zwischenstand mitnehmen

Lieber mit einer Lösung erst ein paar Nächte verbringen, bevor die letzte Verkleidung darüberkommt. Bei Henry haben gerade Schlafkomfort, Zugänglichkeit und kleine Geräusche unterwegs zu Änderungen geführt.

BEZUGSQUELLEN

Hersteller aus dem Video

Die Originalprodukte und Materialien zum Rundgang.

Original-Campboks ansehen ↗ Radix XL bei ARCTA ansehen ↗ Camperpolster bei Vanmade ↗ Matratzen bei Snooze Project ↗ Möbelplatten beim Platten-Laden ↗
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner