Warum Henry eine zusätzliche Stromverteilung braucht
Mit jeder neuen Ausbaustufe kommen Verbraucher dazu: Licht, USB-Anschlüsse, Kühlschrank und später noch weitere Kleinigkeiten. Unsere TEXU200 bleibt die Zentrale für die größeren Stromkreise. Für die vielen kleineren Abgänge wollte ich aber nicht sämtliche Leitungen bis dorthin ziehen und jeden Anschluss einzeln improvisieren.
Dafür haben wir den Pekaway FUSY eingebaut. Im Video zeige ich die Standard-Ausführung mit zwölf einzeln abgesicherten Abgängen. Mich hat vor allem gereizt, dass sich die Verbraucher übersichtlich anschließen lassen und ich später noch erkennen kann, welche Leitung wohin gehört.
Erst den Einbauort finden, dann die Leitungen planen
Der Sicherungsblock sollte nicht einfach dort sitzen, wo gerade noch eine freie Ecke ist. Ich wollte gut an die Sicherungen und Anschlüsse kommen. Hinter dem Fahrersitz fand sich schließlich ein Platz, der zu unserem Ausbau passte.
Andere Positionen habe ich wieder verworfen, weil dort später Wasserinstallation oder Heizung untergebracht werden sollten. Zugänglichkeit, Abstand zu Wärme und Feuchtigkeit sowie die Bewegung von Sitz und Möbeln gehören für mich gemeinsam zur Planung. Ein schöner Montageplatz hilft wenig, wenn man später nur noch mit ausgebautem Möbel an eine Sicherung kommt.
Was der FUSY vereinfacht – und was weiterhin geplant werden muss
Die Verbraucherleitungen werden an den dafür vorgesehenen Anschlussklemmen angeschlossen. Das macht die Verteilung kompakt und lässt sie aufgeräumt wirken. Bei unserer Montage ging der eigentliche Anschluss zügig; die Vorbereitung und das Verlegen der Leitungen waren der größere Teil der Arbeit.
Die Zuleitung habe ich in unserem Aufbau mit 25 mm² ausgeführt. Das ist eine Beschreibung unseres Einbaus und keine pauschale Vorgabe für andere Camper. Leitungslänge, Verlegeart, Last und Schutzorgane müssen zusammenpassen. Auch ein hochwertiger Sicherungsblock ersetzt diese Auslegung nicht.
Die Sicherung schützt vor allem die Leitung. Jeder Abgang braucht deshalb eine zur Leitung und zum angeschlossenen Gerät passende Absicherung. Die Versorgung des Sicherungsblocks benötigt ebenfalls einen geeigneten Leitungsschutz möglichst nahe an der speisenden Quelle. Vor Arbeiten müssen alle betroffenen Stromquellen sicher getrennt sein.
Micro, Mini, Standard und Maxi unterscheiden
Inzwischen gibt es mehrere FUSY-Größen. Für den Platzbedarf ist die Zahl der Abgänge wichtig, für die elektrische Planung zusätzlich der zulässige Dauerstrom. Diese Werte sollte man nicht mit kurzzeitigen Spitzenwerten verwechseln.
Pekaway nennt in der Produktübersicht und den dortigen FAQ für den Micro einen Abgang und 30 A. Der Mini hat sechs Abgänge und 40 A Dauerstrom; 60 A werden für 30 Minuten genannt. Beim Standard mit zwölf Abgängen sind es 60 A dauerhaft und 100 A kurzzeitig. Der Maxi bietet 18 Abgänge mit 100 A Dauerstrom und bis zu 200 A kurzzeitig.
Die Angabe von bis zu 30 A je Abgang ist ebenfalls keine Aufforderung, jeden Stromkreis so hoch abzusichern. Entscheidend bleiben die jeweilige Ausführung und deren Unterlagen. Außerdem lassen sich die maximalen Einzelwerte nicht beliebig gleichzeitig nutzen: Die Gesamtbelastung muss innerhalb der Grenzen des Verteilers bleiben.
Unsere Verbraucher bekommen klar zugeordnete Stromkreise
Bei Henry wollte ich die kleinen Verbraucher sauber trennen und ausreichend Reserve für spätere Ergänzungen behalten. Wenn ein Stromkreis ausfällt, ist eine nachvollziehbare Zuordnung viel angenehmer als eine Sammlung unbeschrifteter Leitungen hinter dem Sitz.
Die im Video eingesetzten Sicherungswerte gehören zu unserem damaligen Aufbau. Wer andere Leuchten, USB-Wandler oder einen anderen Kühlschrank anschließt, muss die Werte neu bestimmen. Gerade bei Anschlüssen für späteres Zubehör lohnt es sich, Leitung und vorgesehene Last von Anfang an zu dokumentieren.
Unser Eindruck nach dem Einbau
Für unsere Unterverteilung war der FUSY eine angenehme Lösung. Die Anschlüsse sind gebündelt, die Sicherungen bleiben erreichbar und wir haben nicht für jeden kleinen Verbraucher eine zusätzliche Einzelhalterung im Fahrzeug.
Das Video zeigt unseren Einbau und den ersten Eindruck. Daraus wird noch kein Langzeittest und auch kein Urteil über jede angebotene Alternative. Es gibt preiswertere Sicherungsverteiler; ob deren Anschlüsse, Belastbarkeit und Verarbeitung zum eigenen Projekt passen, muss man genauso prüfen. Die Bezugsquellen und eine günstigere Alternative findet ihr weiter unten.

