Der Boden war einer der ersten großen Schritte beim Ausbau.
Und gleichzeitig einer der wichtigsten.
Denn alles, was danach kommt, baut darauf auf.
Und ganz ehrlich: Man unterschätzt ziemlich schnell, wie viel Arbeit da wirklich drin steckt.
Der Anfang: ein nackter, kalter Fahrzeugboden
Als wir gestartet sind, war da einfach nur Blech.
Uneben, kalt und alles andere als ein Ort, auf dem man später gerne barfuß steht.
Also war klar:
Der Boden muss nicht nur stabil sein – sondern auch dämmen und sich gut anfühlen.
Die Basis: ausgleichen und dämmen
Wir haben zuerst gründlich gereinigt, dann Holzleisten auf den Fahrzeugboden geklebt.
Damit konnten wir die Unebenheiten ausgleichen und gleichzeitig eine stabile Grundlage schaffen.
Die Zwischenräume haben wir dann mit Armaflex gefüllt.
Das sorgt nicht nur für Dämmung, sondern nimmt auch direkt ein bisschen „Kältegefühl“ raus. Auch wenn sich Andreas beim Dämmen mal so richtig dumm angestellt hat: Seine Resteverwertung war mehr arbeitsintensiv als sinnvoll…
Schon dieser Schritt macht mehr Unterschied, als man denkt.
Die Trägerplatte: leicht, aber stabil
Auf die Holzleisten haben wir dann 12mm Queenply-Leichtbauplatten mit Korkkern verklebt.
Die haben uns vor allem wegen zwei Dingen überzeugt:
Sie sind leicht – und trotzdem stabil genug, um darauf den kompletten Innenausbau aufzubauen.
Gerade beim Gewicht wollten wir nichts übertreiben, da summiert sich ja alles im Bus.
Spachteln, schleifen, vorbereiten
Bevor der eigentliche Bodenbelag drauf konnte, haben wir die Fläche grundiert und gespachtelt.
Das ist so ein typischer Schritt, den man am liebsten überspringen würde.
Aber wenn man es nicht sauber macht, sieht man es später.
Also lieber einmal ordentlich vorbereiten – dann wird das Ergebnis am Ende auch wirklich gut.
Der eigentliche Boden: PVC
Als Oberfläche haben wir uns gegen Vinyl (eigentlich unser Favorit), sondern für einen PVC-Belag entschieden. Grund war der enorme Gewichtsunterschied: Vinyl wiegt bis zu 8 kg/qm – PVC gerade mal 1-2 kg/qm…
PVC ist weitgehen robust, pflegeleicht und fühlt sich trotzdem angenehm an.
Verklebt wurde der Boden vollflächig, damit nichts arbeitet oder sich später löst.
Der Übergang nach hinten – eine kleine Bastellösung
Im hinteren Bereich haben wir die originale Kunststoff-Bodenwanne gekürzt und wieder integriert.
Das war am Anfang eher eine pragmatische Lösung – hat sich aber im Nachhinein als ziemlich sinnvoll herausgestellt – zumal es noch keine Übergangsleisten von Fremdherstellern für den VW T7 oder Ford Transit Custom v710 gibt.
So haben wir einen sauberen Übergang zwischen Originalboden und unserem neuen Aufbau hinbekommen.
Der Boden ist kein Teil, den man ständig anschaut. Aber man merkt ihn die ganze Zeit. Beim Stehen. Beim Laufen. Beim Sitzen. Und genau deshalb lohnt sich die Arbeit an dieser Stelle besonders.
Der Boden war aufwendig, keine Frage. Aber er ist die Grundlage für alles, was danach kommt. Und genau so fühlt es sich auch an.
Stabil, ruhig und irgendwie „fertig“ – auch wenn der Ausbau da eigentlich gerade erst richtig losgeht.