Möbelbau im Van: Unser Unterbau mit Aluprofilen im Ford Transit Custom
Nach dem letzten Schritt – der Batterie unter dem Sitz – sind wir beim Ausbau von unserem Ford Transit Custom endlich da angekommen, wo es richtig greifbar wird: beim Möbelbau.
Und wie so oft dachten wir am Anfang: „Ach, das bauen wir einfach mal schnell.“
Spoiler: Haben wir natürlich nicht 😄
Planung im Camper: Warum ohne nichts geht
Bevor auch nur eine einzige Schiene im Auto landet, passiert erst mal etwas, das man gerne unterschätzt – die Planung.
Am Anfang noch grob im Kopf, dann irgendwann auf dem Bildschirm und am Ende, nachdem Dämmung und Boden drin waren, wirklich millimetergenau. Genau an dem Punkt merkt man: Beim Camper Ausbau entscheiden ein paar Millimeter darüber, ob später alles passt – oder eben gar nichts mehr.
Die Idee hinter unserem Möbelbau im Van
Unser kompletter Möbelbau im Van orientiert sich an einer Campbox. Ein durchdachtes System, das sich mit wenigen Handgriffen vom Sitzbereich zum Bett umbauen lässt.
Eigentlich perfekt. Eigentlich.
Denn im Ford Transit Custom hat das Ganze für uns nicht ganz gepasst. Also haben wir angefangen, die Lösung an unsere Bedürfnisse anzupassen. Rückblickend würden wir wahrscheinlich den Originalweg gehen und umbauen – aber genau das gehört ja irgendwie auch dazu.
Der Moment, in dem alles neu gedacht werden muss
Richtig spannend wurde es in dem Moment, als wir den Kühlschrank eingeplant haben.
Kein kleiner – sondern ein großer 50-Liter-Kühlschrank mit Auszug. Und plötzlich verschiebt sich alles: Maße, Schränke, Laufwege – der komplette Möbelbau im Van dreht sich einmal neu.
Genau das ist wahrscheinlich die größte Erkenntnis aus diesem Ausbau: Es gibt nicht „den einen Plan“. Es ist ein ständiges Anpassen.
Die Realität: Kein Van ist wirklich gerade
Und das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus diesem Schritt:
Kein Fahrzeug ist wirklich gerade.
Der Boden hat kleine Wellen, die Wände laufen nicht perfekt parallel – irgendwo ist immer ein Millimeter, der nicht passt. Genau deshalb arbeiten wir mit kleinen Schattenfugen, damit am Ende alles sauber aussieht, auch wenn die Basis es nicht ist.
Elektrik im Camper: Mehr Platz als gedacht
Während wir den Unterbau aufgebaut haben, kam dann noch die nächste Überraschung: der Platz für die Elektrik.
Wechselrichter, Sicherungen, Busbars – das ist alles deutlich größer, als man es sich vorher vorstellt. Also haben wir entschieden, den kompletten Elektrobereich zwischen die Sitze zu legen.
Kompakt, erreichbar und genau da, wo wir ihn brauchen.
Möbelbau direkt im Van statt Werkbank
Was wir bei diesem Schritt besonders gemerkt haben:
Der Möbelbau im Van entsteht bei uns nicht als fertiges Modul, das man einfach reinschiebt.
Wir bauen Stück für Stück direkt im Fahrzeug. Anzeichnen, setzen, ausrichten, wieder lösen, neu setzen. Das dauert länger – fühlt sich aber am Ende genau richtig an.
Wie es jetzt weitergeht
Der Unterbau steht. Und zum ersten Mal hat man das Gefühl: Das wird wirklich ein Van.
Als Nächstes kommen:
- Verkleidung
- Kühlschrankauszug
- Elektro-Setup
Und wahrscheinlich noch hundert kleine Dinge, an die wir jetzt noch gar nicht denken.
Aber genau das macht es ja aus.
Wenn du selbst gerade beim Camper Ausbau bist oder über Möbelbau im Van nachdenkst:
Unterschätze die Planung nicht – und plane immer ein bisschen Spielraum ein. Den wirst du brauchen 😉