Lösung, die funktioniert
Nach Boden und Wänden stand irgendwann die Decke an.
Einer dieser Schritte, bei denen man vorher schon weiß: Das wird nicht einfach.
Vor allem, weil im Transit die Höhe begrenzt ist. Jeder Zentimeter zählt. Und genau deshalb war für uns schnell klar, dass eine klassische Unterkonstruktion aus Holz eigentlich keine Option ist. Zu dick, zu viel Verlust nach oben.
Also mussten wir uns etwas anderes überlegen.
Der Unterbau: flach, stabil und direkt am Fahrzeug
Unsere Lösung waren 3 mm Alu-Dibondplatten, die wir direkt unter die Holme gesetzt haben.
Befestigt mit Nietmuttern, sodass wir eine stabile und gleichzeitig sehr flache Basis bekommen.
Das war für uns genau der richtige Weg. Kein unnötiger Aufbau, keine verschenkte Höhe – aber trotzdem eine Konstruktion, auf der man vernünftig weiterarbeiten kann.
Gerade im Bus merkt man schnell, wie viel so ein paar Millimeter ausmachen.
Die eigentliche Decke: Akustikpaneele
Auf diese Dibondplatten kamen dann die Momento Akustikpaneele.
Optisch haben sie uns von Anfang an überzeugt. Dieses ruhige, warme Bild passt einfach gut zum Rest vom Ausbau.
Und gleichzeitig bringen sie auch etwas für die Akustik. Der Bus klingt nicht mehr so „hohl“, sondern deutlich angenehmer – zudem ist die Decke relativ leicht.
Wichtiger Fehler (den du besser nicht machst)
Das würden wir beim nächsten Mal anders machen:
👉 Die Holzleisten der Akustikpaneele von hinten antackern, bevor man sie montiert
Warum? Die Leisten sind nur geklebt – und im Van (Temperatur, Bewegung) kann sich dieser Kleber lösen.
Wir haben es nicht gemacht – wenn sich die Leisten lösen, werden wir diese mit Sikaflex nachkleben müssen.
Nichts ist gerade – und genau das macht’s schwierig
Wie so oft im Camper: Die Theorie ist einfach, die Realität nicht.
Die Seitenwände sind alles andere als gerade. Wellen, Rundungen, kleine Abweichungen – alles dabei.
Und genau das muss man irgendwie auf die Paneele übertragen, damit es am Ende sauber aussieht.
Wir haben dafür einen kleinen Trick genutzt, mit dem sich die Kontur ziemlich gut übernehmen lässt. Im Video sieht man das ganz gut, das war wirklich der Schlüssel dafür, dass es am Ende stimmig aussieht.
Verschrauben statt kleben
Die Paneele selbst haben wir dann mit schwarzen Schrauben auf die Dibondplatten gesetzt. Das war uns wichtig, weil es einfach dauerhaft ist und man im Zweifel jederzeit wieder dran kann.
Außerdem fügt sich das optisch gut ein, die Schrauben fallen kaum auf.
Licht direkt mitgedacht
Zwischen den einzelnen Leisten haben wir bewusst Platz gelassen, um später LED-Streifen zu integrieren.
Dafür sitzen jetzt schon passende Profile in der Decke.
Das Licht kommt also nicht irgendwann „oben drauf“, sondern ist direkt Teil des Aufbaus. Genau so wollten wir es haben.
Der Übergang zur Wand – ein kleines Detail mit großer Wirkung
Ein Punkt, der uns zunächst gestört hat, war der Abschluss zur Seitenwand.
Der schwarze Filz der Paneele traf auf die unruhige, leicht wellige Wand – und das sah einfach nicht sauber aus.
Irgendwie unruhig, irgendwie unfertig.
Die Lösung war am Ende ziemlich simpel:
Wir haben den Bereich bis zur ersten Leiste mit dem grauen Wandfilz beigefilzt.
Und plötzlich hat alles zusammengepasst. Der Übergang ist ruhig, stimmig und wirkt wie aus einem Guss.
Unser Fazit
Die Decke war kein schneller Schritt, aber einer, der sich absolut gelohnt hat.
Vor allem die Kombination aus flachem Unterbau und den Akustikpaneelen hat genau das gebracht, was wir uns erhofft haben: möglichst viel Raumhöhe behalten und gleichzeitig eine warme, wohnliche Atmosphäre schaffen.
Und wieder war es einer dieser Momente im Ausbau, in denen man merkt, dass aus einem Projekt langsam ein richtiger Raum wird.