Carbest Seitenfenster einbauen – das würden wir jetzt anders machen!

Ford Transit Custom Ausbau, Videos

Ein Camper ohne Fenster? Für uns keine Option.

Also haben wir wieder die Stichsäge angesetzt und unserem Ford Transit Custom („Henry“) gleich zwei neue Öffnungen verpasst – diesmal für Seitenfenster von Carbest:

✔️ Beifahrerseite: Schiebefenster
✔️ Fahrerseite: Aufstellfenster

In unserem Video zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie wir die Fenster eingebaut haben – und verraten am Ende ganz ehrlich, was wir heute anders machen würden.

Warum wir uns für Carbest Seitenfenster entschieden haben

Die Fenster von Carbest (über Reimo erhältlich) sind speziell für den Camper-Ausbau konzipiert. Sie bieten:

  • getöntes Sicherheitsglas
  • gute Passform für den Transit Custom
  • integrierte Verriegelung
  • Schiebe- oder Aufstellfunktion

Für uns war wichtig: mehr Licht, bessere Belüftung und ein deutlich wohnlicheres Raumgefühl.

Und ja – allein das erste Licht, das nach dem Einbau in den Van fällt, ist jede Minute Arbeit wert.
Außerdem fordert der TÜV eine Durchlüftungsmöglichkeit – die ist jetzt gegeben!

Schritt 1: Ausschnitt anzeichnen und schneiden

Der wohl nervenaufreibendste Moment beim Selbstausbau:

👉 Das Loch ins eigene Fahrzeug schneiden.

Klebt euch erst mal alle Spalten am Fahrzeug ab, damit euch keine Metallspäne in die Lücken fallen!

Wir haben:

  • die Kontur exakt angezeichnet, indem wir von Innen mit einem kleinen Bohrer da gebohrt haben, wo die Ecken im Fensterausschnitt in die Rundungen übergehen.
  • anschließend haben wir alles abkgeklebt, und die Bohrungen außen mit einer Linie angezeichnet und verbunden.
  • Dann mit der Stichsäge ausgeschnitten, wobei wir die runden Ecken erst einmal ein wenig „kleiner“ ausgesägt haben.
  • Als die Füllung raus war, konnten wir dann auch die runden Ecken sauber nachschneiden.

Wichtig: Unbedingt sauber arbeiten und die Schnittkanten anschließend entgraten und versiegeln (Zinkspray oder Rostschutzgrundierung).

Schritt 2: Schnittkanten schützen & EasyFit-Profil einsetzen

Damit die rohe Schnittkante später sauber abgedeckt ist, kommt ein Lippenprofil (EasyFit T5) über den Ausschnitt.

Das hat zwei Aufgaben:

  1. Schutz vor Korrosion
  2. Sauberer Abschluss zwischen Blech und Fenster


Die Gummilippe zeigt dabei zur Scheibe – so dichtet sie später sauber ab.

Schritt 3: Primer auftragen – bitte exakt arbeiten

Bevor geklebt wird, müssen die Kontaktflächen vorbereitet werden.

Wir haben Lack und Scheibe mit dem im SikaTrack Pro Set enthaltenen Primer grundiert. 
Um zu wissen, wo genau der Primer auf der Scheibe aufgetragen werden muss, haben wir das fenster angehalten und mit einem Stift von innen den Ausschnitt angezeichnet. Der Primer kommt dann im Abstand der Gummistärke auf das Fenster.

Hier ist Genauigkeit entscheidend. Der Primer sorgt dafür, dass der Scheibenkleber dauerhaft hält.

Schritt 4: Fenster einkleben

Wir haben die Fenster mit speziellem Scheibenkleber eingesetzt.

Das klingt einfacher, als es ist.

Wichtig ist:

  • gleichmäßige Raupe 
  • ausreichend Material
  • zügiges, aber kontrolliertes Arbeiten

Und jetzt kommt unser wichtigstes Learning:

Was wir heute anders machen würden

Nach dem Einbau und etwas Abstand würden wir zwei Dinge definitiv ändern:

Kleber nicht am Blech auftragen – sondern am Fenster

Wir haben den Kleber auf den Ausschnitt am Fahrzeug aufgetragen.

Heute würden wir ihn direkt außen auf die Scheibe setzen.

Warum?

  • Kein vorheriges Anzeichnen der Klebefläche nötig
  • Saubereres Arbeiten
  • Weniger Stress beim Positionieren

Das macht den Einbau deutlich entspannter.

Eine gute Kartuschenpistole ist Gold wert

Unterschätzt das bitte nicht.

Scheibenkleber ist zäh. Sehr zäh.

Mit einer billigen Kartuschenpistole trainiert ihr automatisch eure Unterarme – ob ihr wollt oder nicht.

Unser Tipp:

👉 Investiert in eine hochwertige, stabile Kartuschenpistole.
Das spart Kraft, Nerven und sorgt für eine gleichmäßige Kleberaupe.

Ja, es kostet Überwindung, in sein Fahrzeug zu schneiden.

Und genau solche Projekte machen den Camper-Ausbau doch aus:
Mut haben, machen – und aus den eigenen Erfahrungen lernen.

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